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Geschichtliches

Das Brautkleid und seine Geschichte

Im alten Rom verabschiedete sich die Braut mit der Hochzeit und dem Gewand der "toga praetexta" von ihrer Jugend, " und wurde vom Schleier bis zu den Sandalen in Gelb gekleidet.
Im Mittelalter wurde oft in Schwarz oder Rot geheiratet oder das Kleid entsprach der jeweiligen Fest- oder Kirchgangskleidung. So gab es je nach Kleider- und Hochzeitsordnung und Reichtum der Bewohner auch besonders aufwändige Kleider in der jeweiligen Tracht mit herrlichen Stickereien oder anderen kostbaren Verzierungen. Dazu kamen oft eine schön gearbeitete Schürze und eine besondere Kopfbedeckung, zum Teil auch die sprichwörtliche Haube, unter die die jungen Frauen gebracht wurden.

Danach wurden von privilegierten, adligen Damen helle Stoffe für das Brautkleid gewählt, zum Beispiel um 1600 von Maria de Medici oder von der Prinzessin Elisabeth. Auch Sissi, Elisabeth von Bayern, heiratete Kaiser Franz Joseph 1854 in einem Taum von Weiss mit einer langen Schleppe.

Der "Traum in Weiss" ist noch relativ jung. Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts gilt das weisse Brautkleid als Statussymbol (vor allem in Adelskreisen). Und erst zum Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich diese neue Richtung in der Brautmode durch und wurde von den damaligen Modejournalen als modern empfohlen. Auch heute noch hat das weisse Hochzeitskleid seine spezielle Bedeutung beibehalten und wird noch immer überwiegend getragen, obwohl inzwischen auch eine grosse Farbwahl angeboten wird.


Bräuche und Traditionen

Als Faustregel gilt, dass die Farbe Weiss der Braut vorbehalten ist. Eltern, Brautjungfern, Brautführer und Gäste richten sich nach der Hochzeitsgarderobe des Brautpaares. Trägt die Braut lang, sollten alle weiblichen Gäste im langen Abendkleid erscheinen; das gilt besonders für eine feierliche Hochzeit. Entscheidet sich die Braut bei einer mittleren oder kleineren Hochzeit für ein kurzes Kleid, so sollten die Damen ein kurzes elegantes Kleid oder Kostüm wählen. Keine der geladenen Damen darf versuchen, die Braut kleidungsmässig zu übertrumpfen.

Ein alter Brauch sagt, es bringe Unglück, wenn der Bräutigam seine Braut vor der Hochzeit im Hochzeitskleid sieht. Aber nicht nur deswegen ist von der Begleitung des zukünftigen Ehemannes abzuraten - Sie bringen ihn auch um eine besondere Überraschung; die Schönheit seiner Braut am Hochzeitstag soll ihn einfach umwerfen.

Brautkleid nie selber nähen!
Sich sein Brautkleid selbst zu nähen bringt Unglück! "Viele Stiche, viele Tränen" lautet ein alter Spruch, der auch heute noch selbst Schneiderinnen davon abhält, sich ihr Hochzeitskleid selber zu nähen.

Wer bezahlt das Brautkleid?
Traditionell ist es die Brautmutter. Sie begleitet die Braut auch zum Brautkleidkauf. Viele Bräute zahlen heutzutage aber auch selber.

 

Das Gefolge der Braut

Blumenkinder

Blumenkinder an der Hochzeit sind nicht nur süss anzusehen, sondern sie verbreiten auch eine besondere Atmosphäre. Die Kinder - egal ob Mädchen oder Jungen - streuen nach der kirchlichen Trauung Blumen vor dem frisch vermählten Ehepaar. Dies steht für ein Fruchtbarkeitsritual, das reichen Kindersegen bescheren soll. Die Tradition sagt auch, dass zwei kleine Mädchen den Schleier der Braut auf dem Weg zur Kirche tragen. Übertragen Sie diese Aufgabe Kindern aus dem Verwandten- und Freundeskreis. Die Knaben tragen meist einen dunklen Anzug oder eine dunkle Hose mit Weste. Für die Blumenmädchen gibt es hübsche kurze und lange Kleidchen, die in Farbe und Muster mit dem Brautkleid harmonieren. Die Blumenkinder sollten möglichst natürlich ausehen und sich in ihrer Kleidung wohl fühlen.

Brautjungfern

Die Brautjungfern sind meist gleichaltrige Freundinnen oder Verwandte der Braut und sollen der Erscheinung der Braut noch mehr Glanz verleihen. Sie gehen im Hochzeitszug der Braut voran, tragen ähnliche, aber nicht weisse Kleider und haben Blumensträusse, die dem Brautstrauss ähnlich, aber kleiner sind. Brautjungfern können sowohl aufeinander abgestimmte als auch individuelle Kleider tragen, die dem Stil des Brautkleides ähnlich sind. Früher hatten Brautjungfern den Zweck, das Böse zu verjagen und gingen vor dem Bräutigam in die Kirche, um die bösen Geister zu vertreiben. 

 
     
   

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