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Sichtweisen der Konfessionen

Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche geht davon aus, dass für die Gültigkeit einer Ehe die bürgerliche Rechtsordnung genügt. Nach reformierter Auffassung hat die kirchlich getraute Ehe rechtlich keinen höheren Wert als eine Ehe, die nur auf dem Zivilstandsamt geschlossen wurde.

Für sie ist die Ehe kein Sakrament, sondern "ein weltlich Ding" wie Luther sagte. Und trotzdem ist die kirchliche Trauung auch bei den Reformierten von grosser Bedeutung: In der reformierten Kirche ist die kirchliche Trauung ein Gottesdienst, mit dem die Eheleute zum Ausdruck bringen wollen, dass sie ihre vor dem Staat rechtsgültig geschlossene Ehe in Verantwortung vor Gott führen und unter seinen Segen stellen wollen.

 

Römisch-katholische Kirche

In der römisch-katholischen Kirche ist die Liebes- und Lebensgemeinschaft der Ehe ein Sakrament. Sakrament bedeutet ein heiliges Zeichen, durch das die Liebe Gottes zu den Menschen anschaulich wird. Durch das in der Kirche öffentlich gegebene gegenseitige Versprechen wird das Heilswerk Jesu in den Eheleuten wirksam. Nach römisch-katholischer Auffassung erlangt eine Ehe nur Gültigkeit, wenn sie auch kirchlich geschlossen wird.

 

Christkatholische Kirche

Auch in der christkatholischen Kirche gilt die Ehe als Sakrament, als Zeichenhandlung, in welcher göttliche Gnade für ein heiles Leben zugewendet wird.

 

 
     
   

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